Bloggen und Ich sind im Moment keine Freunde.
Ich weiss nicht warum, aber wir werden nicht mehr warm miteinander. Je länger ich nichts geschrieben habe (das schreiben ist mir sowieso abhanden gekommen), umso schwerer fällt es mir, ein ‘weißes Blatt’ mit Worten, Geschichten, Erzählungen und Gedanken zu füllen.
Gedanken sind genug da, mir geht momentan so vieles durch den Kopf, dass im Oberstübchen echtes Chaos herrscht. Ich bin ja in meinen Grundzügen kein ängstlicher Mensch und dennoch hab ich im Moment so viele Ängste. Ich finde mich in neue Situationen schnell ein und mache das beste draus.
Aber so Sachen wie eine Geburt, also da geht mir dann doch der Hintern auf Grundeis. Ich habe viel darüber gelesen in div. Foren, einfach weil es mich absolut interessiert. Habe mir Videos auf YouTube angeguckt – und das hätte ich vielleicht echt nicht machen sollen. Die Natur hat den Kopf nicht umsonst auf den Hals, anstatt zum Beispiel an die Knie, gesetzt. Ja, es ist natürlich, wie Babys auf die Welt kommen und ich weiss auch, dass der Körper auf Grund seiner Anatomie in der Lage ist, eine Geburt zu bewältigen.
Aber ich bin doch sehr, sehr beeindruckt von diesen Bildern. Und wenn ich ehrlich bin, hab ich mir vorher auch nie genauere Vorstellungen davon gemacht, wie das alles so abläuft und aussieht …
. Ich hab auch so einige Geburtsberichte gelesen, wo ich nur vom lesen ein Trauma erlitten habe, glaube ich.
Nunja, wie auch immer, ich muss schon sagen, dass ich vor der Geburt Angst habe. Angst, vor den Schmerzen, Angst davor, dass alles nicht zu schaffen. Die allergrößte Angst aber habe ich vor den Schmerzen. Wenn ich schon Dehnung des Muttermunds lese, bricht mir der kalte Schweiss aus. Meine Erinnerungen daran sind nicht ein Stück verblasst und ich weiss genau, wie sehr das wehgetan hat. Wie ich gelitten habe und vor Schmerzen sogar Dämonen sah. Und ich musste diesen Schmerz nur etwa 2 Stunden ertragen, nicht 10-12 Stunden und länger. Dazu dann noch die Wehen und die allgemeine Anstrengung und Belastung einer Geburt. Mein lieber Mann … im Moment mag ich an all das nicht denken.
Vielleicht ändert sich das aber, und da komme ich zu meinem nächsten gedanklichen Sorgenkind, werde ich am Ende der Schwangerschaft aber auch so froh sein, wenn der Mupfel endlich da ist … und mit ihm so die Spät-Schwangerschaftsbeschwerden gehen? Diese Beschwerden werden sicher auch kein Spaziergang … nicht mehr schlafen können, Sodbrennen, nichts mehr richtig essen können (wobei ich mich daran in den letzten 6 Wochen gut gewöhnt habe), Wassereinlagerungen und und und. Man könnte meinen, ich freue mich nicht, nein das ist nicht so .. momentan ist es eben nur wieder so eine Achterbahn der Gefühle, Angst vor dem was kommt, Angst vor der Verantwortung und den Veränderungen. Ich habe realisiert, ich bin schwanger und da kommt was gar wunderbares auf uns zu♥ .
Ich weiss ja auch nicht, warum ich mir da, jetzt schon, solche Gedanken machen. Ist eben einfach so da oben drin und ich denke ständig darüber nachdenke. Wo ich sonst eher der Bauch- und nicht der Kopfmensch bin.
Genau eine Woche hat es nun gedauert und ich kann wieder ganz gut gerade aus gucken. Donnerstag, Freitag und auch am Samstag habe ich eigentlich nur geschlafen und gedöst. War dann und wann mit einem Auge wach und habe registriert, dass der Mann und der Hund hier auch ganz gut alleine zurecht kommen. Ich wurde so umsorgt, gepflegt, betüdelt lieb gehabt, dass ich mich in ruhigen Momenten schon manchmal frage, womit ich das verdient habe.
So ganz fit bin ich aber immer noch nicht, habe heute schnuffige 6 Stunden gearbeitet und mich danach gefühlt, als sei ich einen Marathon gelaufen. Jedes einzelne Glied meiner Wirbelsäule habe ich gespürt und mein Kopf hörte auch nicht mehr auf zu pochen. Ich hoffe ja, ich verschleppe da nichts und die große Quittung kommt noch irgendwann hinterher.
***
Wir befinden uns in der 12. Schwangerschaftswoche und die Zeit fliegt an mir vorbei, ich würde sie manchmal gerne festhalten können. In 2 1/2 Wochen ist schon der 2. offizielle Nachsorgetermin. Wenn es mir weiterhin so gut geht, wie im Moment, dann werde ich da auch nicht öfter auftauchen als nötig.
Die Übelkeit ist nicht mehr so stark und vor allem nicht mehr so häufig. Das war ja wohl das allerlästigste, was ich bisher irgendwie erlebt habe. Wenn nicht unbedingt nötig, verzichte ich in Zukunft darauf gerne. Weiter kann ich mich gar nicht beklagen, es geht mir einfach nur gut
. Ach, diese Sache mit den gesteigerten Emotionen, die hat sich nicht verändert. Von jetzt auf gleich vom lachen zum weinen und umgekehrt. Aber ich war ja vorher schon gerne mal ‘ne olle Heulsusie.
***
Das Wetter geht mit total auf die Nerven, wenn das noch lange so weitergeht falle ich ganz sicher in eine dicke Winterdepression. Ich kann kein Eis und keinen Schnee mehr sehen. Es nervt mich total, dass man sich 300x am Tag an- und ausplünnen muss und man dennoch friert. Es macht einfach keinen Spass mehr. Außer den Hund, den freuts.
Ich will aber Sonne, Licht, Wärme und bunte Frühlingsfarben. Ein Winter, der mir echt aufs Gemüt schlägt und sich in meiner Stimmung sehr wieder spiegelt. Ich lese zwar hin und wieder auf meinen Blogs mit, mein Feedreader ist aber nach wie vor total überfüllt.
Vielleicht sollte ich da mal wirklich ausmisten, dann trau ich mich auch wieder, den aufzurufen. Olles Ding, das. Unbeantwortete eMails sind ja mein Spezialgebiet, aber ich verspreche jedem, der wartet (oder auch nicht mehr
), dass ich noch antworten werde. Spätestens wenn der Winter aus meinen Knochen gekrochen ist und hier wieder ein paar Lebensgeister – und ZEIT – eingezogen sind.
Bis dahin bleibt es hier ungewohnt ruhig. Aber, muss ja ach mal sein
.
Gestern Abend, von einer Stunden zur anderen, bekam ich Halsschmerzen, Kopfweg und eine verstopfte Nase.
Ich habe die Stunden zuvor gefroren und wurde und wurde nicht wieder warm, schob das aber auf den fast 3 Stunden langen Spaziergang mit dem Hund und dem liebsten gestern durch das verfrorene Berlin (immerhin minus 15 Grad).
Heute Nacht kam’s dann ganz dicke, ich wusste nicht wohin mit mir. Mein Kopf glüht und trotzdem war mir so kalt, dass mich das schon richtig geärgert hat .. sooo schlecht hab ich schon lange nicht mehr geschlafen. Und wenn ich daran denke, dass ich heute vor um 19 Uhr nicht zu Hause sein werde und die ganze Woche so vollgestopft weitergeht, dann wird mir echt ganz anders. Ist ja nicht so, dass ich diesem Mist in aller Regelmäßigkeit habe, das letzte Mal ist ja auch noch nicht so lange her.
Krank werden oder sein ist echt nicht drin … ich sehe mich auf dem Zahnfleisch laufen und am Freitag-Nachmittag halbtot ins Bett fallen.
Bis dahin … erstmal auf Wiedersehen
.
aufgehoben bei der lieben Allerleirauh
Die Bücher, sind vom Stapel der “Ungelesen-Bücher”, genau 5 Stück:

1. Tess Gerritsen – Leichenraub
2. James W. Nichol – Ausgestzt
3. Charlotte Link – Die Täuschung
4. Mary Higgins Clark – Gnadenfrist
5. Mary Higgins Clark – Wintersturm
Erster Satz des ersten Buches:
So endet also eine Ehe, dachte Julia Hamill, während sie die Schaufel in die Erde stieß.
Letzter vollständiger Satz auf Seite 50 des zweiten Buches:
Sie hob ab ” A.P. Taxis” sagte sie.
Zweiter vollständiger Satz auf Seite 100 des dritten Buches:
Denn Henri benutzte sein Geld, um eine kleine, heruntergekommen Kneipe in Le Liouquet zu kaufen, einem Ortsteil von La Coitat, jedoch völlig abseits der Stadt gelegen.
Vorletzter vollständiger Satz auf Seite 150 des vierten Buches:
Wir haben das Telefon an der 59. Strasse natürlich angezapft.
Letzter Satz des fünften Buches:
Als er vor ihr stand, betrachtete er aufmerksam den Scheitel in ihrem Haar: ” Ich hab nämlich so das Gefühl, dass du eine verdammt hübsche Rothaarige bist, Liebling”, sagte er.
Geschichte aus allen 5 Sätzen:
So endet also eine Ehe, dachte Julia Hamill, während sie die Schaufel in die Erde stieß. Sie hob ab ” A.P. Taxis” sagte sie. Denn Henri benutzte sein Geld, um eine kleine, heruntergekommen Kneipe in Le Liouquet zu kaufen, einem Ortsteil von La Coitat, jedoch völlig abseits der Stadt gelegen. Wir haben das Telefon an der 59. Strasse natürlich angezapft. Als er vor ihr stand, betrachtete er aufmerksam den Scheitel in ihrem Haar: ” Ich hab nämlich so das Gefühl, dass du eine verdammt hübsche Rothaarige bist, Liebling”, sagte er.
Noch weitere Bücherwürmer hier??? Ihr dürft euch das Stöckchen gerne nehmen.
***
Dann gab es noch einen Award, einen von Sinja aus dem Norden und einen von Gesa aus dem noch höheren Norden mitten nach Berlin
!
10 Dinge die mich glücklich ganz zufrieden machen:
- neben dem Mann einschlafen
- in das lachende Gesicht meines Hundes zu gucken
- mit meiner Mutter telefonieren
- fotografieren
-Schwedenkrimis
- Milchkaffee
-lachen und albern sein
- ausschlafen
- alles was nach (echtem) Lavendel duftet und de facto Nummer 10
- Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen.
Sehr oberflächliche Antworten, weiss ich ja .. aber manche Dinge bedürfen keiner weiteren Intensität, wenn sie blogbar bleiben sollen.
***
Im gleichen Atemzug melde ich mich so halbwegs ab – eine erneut sehr anstrengende und Arbeitswoche liegt vor mir . Der Grund, warum ich im Moment so wenig bis gar nicht woanders kommentiere, ich komme ja kaum dazu, meinen Blog mal ein wenig zu pflegen. Abends falle ich dann oft einfach nur noch ins Bett und am nächsten Tag ist schon wieder keine Zeit für die Dinge, die Spass machen. Aber die Zeiten ändern sich auch wieder (und ich habe alle Beiträge als ungelesen im Reader behalten).
Gehabt euch wohl
!!
Wer iGoogle benutzt, der wird diese Widgets kennen, die iGoogle ausmachen.
Ich habe u.a. ein Baby-Cam Widget, welches wie die meisten Baby-Ticker funktioniert. So schwomm bisher jeden Morgen ein Etwas darin herum, was man nicht wirklich als Baby bezeichnen konnte. Seit heute morgen aber, hat es Ärmchen und Beinchen
. Süß, oder??

Worüber man sich so freuen kann, haha …. nun schwimmt und turnt und macht und tut es da sehr aktiv herum und ich bin gespannt, ob der Ultraschall heute genau so eine Aktivität des Mupfelchen zeigt. Wie schnell 2 Wochen vergangen sind, ich kann das gar nicht glauben.
Anfangs erschien es mir unheimlich lang, bis endlich der ersehnte Termin beim Frauenarzt war (und das nicht, weil ich mich nicht gedulden konnte, ich weiss ja das man so früh im blödesten Fall gar nichts sieht, sondern weil ich einfach wissen wollte, ob alles am richtigen Platz ist und überhaupt da ist) und nun bin ich schon in der 10. Schwangerschaftswoche.
Himmel, hält mal bitte jemand die Zeit an.
Ab dieser Schwangerschaftswoche kann es passieren, dass Sie emotionale Achterbahnfahrten erleben, frei nach dem Motto: Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt.
Auch wenn Sie das sehr stört, weil Sie sonst immer alles unter Kontrolle haben: Was Sie durchmachen ist absolut normal und kann die gesamte Schwangerschaft anhalten. Diese Hochs und Tiefs werden teilweise durch Hormonumstellungen verursacht.
Sagt der Schwangerschaftsnewsletter und ich kann das so total unterschreiben.
Ich kann nicht sagen, wie oft ich den letzten Tagen den berühmten Kloß im Hals hatte und wie oft dann doch Tränchen geflossen sind. Manchmal sind es ganz banale Dinge, manchmal andere kleine-große Dinge, wie ein Kuss auf die Stirn und das streicheln über die Wange.
Dann wieder sind es Kindheitserinnerungen, die mich Rotz und Wasser weinen lassen. Kindheitserinnerungen hab ich natürlich nicht viele, wegen denen ich ernsthaft weinen müsste, eher solche, die mich heute als Erwachsene sehr berühren. Eine davon sind die Geschichten um das Nesthäkchen. Als Kind habe ich die Bücher gelesen und geliebt – und sie bis heute in meinem Bücherregal stehen.
Nun hat mir der ♥Mann letzte Woche die DVD der Geschichten vom Nesthäcken geschenkt und schon beim erklingen der Titelmelodie war’s aus mit mir. Ich saß heulend auf der Couch und versuchte zu verstehen, was gerade passiert. Schon als Kind hat mich Nesthäkchen und ihre Familie sehr berührt.
So erinnere ich mich an einen Abend, an dem sehr bedrückt in meinem Bett lag und mit dünnem Kinderstimmchen nach meinem Vater rief und ihm dann unter dicken, dicken Kullertränen gestand, dass ich auch so aussehen möchte wie das Nesthäkchen Annemie Braun. Ich möchte auch so blonde Zöpfe haben, so blaue Augen, so eine pfiffige Zahnlücke und so einen Strohhut, den möchte auch auch tragen und und und … dieser Zauber um Nesthäkchen hat mich nie ganz losgelassen.
Als Kind lass ich die Kinderbücher und später dann irgendwann die Bücher von Nesthäkchen im weißen Haar, Nesthäkchen und ihre Enkel und Nesthäkchen im KZ ( in letzterem geht es aber um die Autorin der Bücher, eine Biographie über Else Ury und ihre Ermordung in Auschwitz). Und nun schenkt mir der aufmerksame Gatte diese DVD mit allen 6 Folgen, die ich als Kind schon im TV gesehen und ebenfalls geliebt habe.
Ich liebe die ganze Aufmachung von Nesthäkchen, den Schick der frühen 20er Jahr, die Werte und den Umgang miteinander – das alles als Erwachsene nochmal zu sehen, hat mich emotional nochmal in meine Kindheit zurück versetzt. Und nun werde ich selber bald Mutter, der Mann Vater -wir Eltern – > wie gesagt, ich kann nicht sagen, wie sehr man dann weint. So ein anderes weinen, ein glückliches und doch auch befreiendes Weinen.
Manchmal ist es aber auch nur ein Lied oder der Wimpernschlag meines Hundes, der mich heulen lässt. Und auch die Gedanken an unsere verstorbene Hündin schütteln Herz und Seele durch und auf. Im August, wenn das Mupfelchen geboren wird, wird sie 3 Jahre schon nicht mehr bei uns sein und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an diesen, meinen absoluten Herzhund denke, ihn nicht vermisse und ihn mir gerade in dieser Zeit mehr als [fast] alles andere wieder zu uns wünsche.
Alles so so so emotional zur Zeit, dass ich nur schwer beschreiben kann, wie es sich anfühlt.
♪ Come and hold my hand, I want to contact the living
Not sure I understand, This role I’ve been given ♪
(Bei 0.48 muss ich leider immer in Ohnmacht fallen
)
Schwangerschaftsübelkeit und Magen-Darm-Grippe – die Frage, wie es mir denn so geht, erübrigt sich somit.
Nach 3 Tagen Tee und Zwieback wird es langsam besser, obwohl ich nicht wirklich unterscheiden kann, ob die Übelkeit und das Erbrechen nun noch von der Grippe sind oder von der Schwangerschaft. Aber es wird jeden Tag ein bißchen besser.
Auf Arbeit hätte ich die Chance nutzen können und sagen können, dass ich Schwanger bin, aber ich kriege es nicht über die Lippen. So kenne ich mich sonst gar nicht, aber diesbezüglich bin ich wie blockiert. Ich habe immer das Gefühl, mich entschuldigen zu müssen. Auch weil ich die eigentlich Pläne meiner Chefin damit einmal gründlich durchkreuze. Sicher bin ich nicht die Erste und auch nicht die Letzte, aber dass ich mich gut fühle, kann ich nicht behaupten.
Wie habt ihr eurem Chef/Vorgesetztem/etc. von euer Schwangerschaft erzählt?? Kurz und schmerzlos, einfach raus damit oder habt gefragt, ob mal ein paar Minuten Zeit sind um unter 4 Augen zu reden??
(Abgesehen von diesem Klumpen im Magen geht es uns absolut gut. Dieser Mann ist das Beste was mir je passiert ist … ♥ . Ich dachte ja bisher, dass ich diejenige bin, die sich um alles Gedanken macht, aber der Lieblingsmensch überholt mich gerade im Eiltempo.
Kinderwagen, Maxicosi und anderes Schnickeldi hat er alles schon ausgesucht und unter “Babysachen” im Wunschzettel abgespeichert. Ganz schlicht 2farbig, nichts mit bunten Elefanten und rosa Herzen.
Einig sind wir uns auch auch, wo das Mupfelchen geboren werden wird und wo wir dann zusammen wohnen. Berlin wird es beiden Fällen nicht sein
. )
Aufstehen doof.
Wetter doof.
Fahrschule doof.
Schnee doof.
Arbeit doof.
Essen doof.
Nicht essen auch doof.
Gerüche doof.
Ich doof.
Mann und Hund heute wieder in die Arme zu schließen: Gar nicht doof und 4 Tage überfällig gewesen! ♥
Das eine Schwangerschaft nicht nur Spass macht, weiss man wohl spätestens dann, wenn man Geburtsberichte liest und aber én Detail erzählt bekommt.
Doch soweit bin ich ja noch nicht, quäle mich aber trotzdem zur Zeit mit so vielen Weh-Wehchen rum. Ganz schlimm und auch ganz lästig ist nach wie vor die Übelkeit. Es gibt ein paar Tage, an denen es total gut läuft, mir kaum mal flau im Magen ist – und dann gibt es Tage, da tut mir der Kiefer vom Würgereiz weh.
Das ist natürlich ein wenig übertrieben, aber ich werde so schnell nicht vergessen, wie es sich anfühlt, wenn sich der Mund zu einem O formt, die Zunge sich an den Gaumen drückt und der Würgereiz den Rachen hoch kriecht (und es amüsiert mich sehr, wenn ich mir gerade vorstelle, wie ihr das beim lesen nachformt?). Schrecklich, weil es genauso unverhofft kommt, wie die Gerüche, die das verursachen.
Das schlimmste sind zur Zeit die Menschen – und wie sie manchmal riechen. Da können sie ja gar nichts für, weiß ich ja. Ganz besonders schlimm ist es auf der Arbeit. Ich weiß nicht, wie oft ich da durch den Mund atme um zu überleben. Kalter Rauch, kalter Zigarettenrauch und Parfüm, Essensgeruch, Geruch beim Bäcker und Einkaufen allgemein, Benzin und Tankstellen usw.ufs.
Gesteigertes Geruchsempfinden: Mich nervt es, meinen Gatten amüsiert es. Zu dem findet er es unglaublich, was ich mitunter alles rieche und wie ich es beschreibe. Ich glaube wirklich, dass andere sich mit jedem Recht dieser Welt darüber an den Kopf greifen dürfen
.
Ich will mich ja gar nicht beschweren, denn ich bin schon sehr, sehr froh und dankbar, dass alles so echt erleben zu dürfen. Heute fängt rein rechnerisch die 9. SSW an und ich bin mir absolut bewusst darüber, dass das viele Frauen so nicht erleben können und genieße es sehr, so richtig schön schwanger zu sein. Ich habe selber 2x erfahren, wie das ist und habe oft mit dem Kopf geschüttelt, wenn ich las, wie schrecklich grässlich manche Frauen ihre Schwangerschaft fanden. Das eine was man will, dass andere was man muss.
Meine Verdauung hat sich wieder ein bekommen, Stein im Magen ist auch nichts nettes, ich bin immer noch viel müde und kann an einer Hand abzählen, wann ich in den letzten Jahren vor 20 Uhr ins Bett gefallen bin. Ich schlafe tief und fest und überhaupt so gut wie nie zuvor. Eigenartig, oder?
Noch 3x schlafen, dann weiß ich, ob die Behauptung stimmt, wenn es heißt: Je schlechter es der Mutter geht, umso besser geht es dem Kind oder ob das alles Humbug ist
.
1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Zwischen 6 und 8. Viele Up and Downs.
2. Zugenommen oder abgenommen?
Erst ab, dann nun zu. Aber damit kann ich einfach im Moment sehr gut leben.
3. Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Und viel schicker.
4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weitsichtiger. Sehr.
5. Mehr Kohle oder weniger?
Soviel wie immer und es reicht.
6. Besseren Job oder schlechteren?
Besseren.
7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr, viel viel mehr.
8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Eine Freundschaft und die Erkenntnis, dass wirklich irgendwann alles gut wird.
9. Mehr bewegt oder weniger?
Mehr.
10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
2x ganz fies die Grippe gehabt und so einige andere Sachen, auf die ich gerne verzichtet hätte. Vor allem, die ätzenden Krankenhausaufenthalte. Wer schon mal länger als 3 Tage im Krankenhaus war, wird wissen was ich meine.
11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Der Befund der Krebsvorsorgeuntersuchung Mitte Juni.
12. Der hirnrissigste Plan?
Fällt mir gerade keiner ein, gab aber sicher einen.
13. Die gefährlichste Unternehmung?
Selber Auto zu fahren?? Ich weiß es nicht, bin nicht so der ‘Risikoplayer’ und lasse von brenzligen Dingen meine Finger.
14. Die teuerste Anschaffung?
Mein Laptop. Freue ich mich immer noch jeden Tag drüber, dass ich mich genau für den entschieden habe. Immer wieder einen Acer.
15. Das leckerste Essen?
Joghurt mit Fisch und Nutella. Alles, was der Mann gekocht hat, denn kochen kann er ♥ !
16. Das beeindruckendste Buch?
Da kann mich kaum entscheiden.
Habe im Sommer die Trilogie (Verdammnis, Verblendung, Vergebung) von Stieg Larrson gelesen, war und bin absolut begeistert und kann sie jedem (Schweden-)Krimi Fan wärmstens empfehlen.
Ja und dann habe ich die Bis(s)-Bücher gelesen… Das Loch nach den Bücher hielt bis Oktober an und ich warte immer noch auf Bücher, die das toppen. Auch, die die Stieg Larsson Bücher toppen. Glaube aber, dass es da so schnell keine Bücher geben wird.
17. Der ergreifendste Film?
…. Ich habe nicht mal einen Fernseher.
18. Die beste CD?
…. keine. Höre, wenn dann, alles im Internet an.
19. Das schönste Konzert?
Ich war auf keinem Konzert in diesem Jahr.
20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Meinem Hund und meinem Mann. (Die allermeiste Zeit aber, rein rechnerisch, wohl mit den Arbeitskollegen.)
21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Mit Mann und Hund ♥ .
22. 2009 zum ersten Mal getan?
Auto gefahren, mich so richtig richtig fremdgeschämt, einer “Altlast” verziehen.
23. 2009 nach langer Zeit wieder getan?
Urlaub gemacht, Zeit nur für mich abgeknappst.
24. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Streits aller Art, Krankheiten und damit einhergehende Sorgen und schlechtes Wetter.
25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das es richtig war, wieder nach Berlin zu ziehen.
26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Da zu sein und zuzuhören.
27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Alle die, mit denen ich nicht gerechnet habe.
28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ja.
29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Ja.
30. Dein Wort des Jahres?
Am Arsch hängt der Hammer.
31. Dein Unwort des Jahres?
Schweinegrippe
32. Deine Lieblingsblogs des Jahres?
Ganz grob gesagt, alle die, die sich auch in meiner Blogroll befinden.
33. Zum Vergleich: Verlinke Dein Stöckchem vom vorigen Jahr!
Da gab es diesen log hier noch nicht.
****
“Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so daß der Vorrat für ein Jahr reicht.
Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge 3 gehäufte Eßlöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt. Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit.
Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808), Mutter v. Johann Wolfgang von Goethe”
Weihnachten ist vorbei *rülps* und Silvester steht schon mit einem Bein in der Tür – Herzlich Willkommen in der (man weiß es ja nicht so genau) 8. Schwangerschaftswoche.
Übelkeit Morgens, Übelkeit Mittags, Übelkeit Abends und Übelkeit dazwischen.
Die Spitze sind die Toilettenbesuche, die sind echt fies. Hätte mir vorher jemand gesagt, dass es einem so geht, ich hätte mir das vielleicht alles nochmal überlegt. Wache ich auf und mir ist flau im Magen, ist der Tag schon fast gelaufen. Das flaue Gefühl zieht sich durch den ganzen Tag und wird gelegentlich getoppt von irgendwelchen Gerüchen, die mich schnellstens eine Toilette aufsuchen lassen.
Im Moment kann ich vieles nicht riechen, teilweise sogar meinen Mann nicht
. Der, der so lieb ist und auch Abends um 21.30 Uhr noch los läuft und für Madame Peperonis kauft ♥ .
Ich habe Hitzewallungen, stehe nass geschwitzt bei Minustemperaturen mit dem Hund draußen oder ich friere, friere, friere. Nervig. Mein Brüste sind explodiert und sie tun weh. Das ist das allerschlimmste. Die Kälte gibt dem ganzen den Rest und ich muss schnellstmöglich eine Lösung finden, wie ich sie vor der Kälte schützen kann. Diese Schmerzen sind in manchem Momenten unerträglich. Ich bin Gottfroh, wenn das vorbei ist.
Abgesehen von den schmerzenden Brüsten und der absolut schrecklichen Übelkeit geht es mir aber gut. Ich bin sehr dankbar, dass es bis hierhin so gut verläuft und wünsche mir natürlich, dass das auch so bleibt und der kleine Mupfel sich auch weiterhin gut festhält (wenn dann aber die Übelkeit bitte trotzdem bald vergehen möge).
Wer (vermeintlich) schmalzige Beiträge nicht mag, der schließt bitte sofort diese Seite. Alle anderen halten bitte die Taschentücher bereit und lesen weiter
…
Denn heute kam auch mein Paketchen von Sinjas Bloggerwichtel Aktion und ich habe festgestellt, dass mich klitzeminikleine Babysöckchen total aus der Fassung gebracht haben. Machen das alles die Hormone?? Fantastische Dinger, was die alles können.
Mein Wichtel war die liebe Fr. Bauchherzklopfen … und neben den Söckchen war noch ein Buch (Ich liebe Bücher und danke dir für die wärmste Empfehlung), eine Karte ein Button im Paketchen:



(Na wer hat’s erkannt? Richtig
)

Tja, ganz besonders die Söckchen auf Bild 2 haben mir irgendwie kurz den Atem genommen. Wahrscheinlich glaubt mir das sowieso keiner, aber es war wirklich so. Danach folgten 2-3 Tränen … weil diese Socken irgendwie nochmal verdeutlichen, wie sich das Leben verändert. Es sind nur kleine Momente, aber große Schritte.
Liebe S. genau du hast jetzt dafür gesorgt, dass ich nicht mehr vergessen werde, dass das allererste Babygeschenk diese kleinen (und sie sind echt soooo winzig, gnihihi) Söckchen waren und das die von dir kamen. So ein erstes Geschenk ist ja immer was besonders. Ich habe daran noch keinen großen Gedanken verschwendet, umso mehr hab ich mich gefreut. Auch, weil die Tatsache des Mupfels immer tatsächlicher wird (und Tränen wegen ein paar Söckchen geflossen sind – was soll das noch werden?). Der Button ist klasse, der kommt gleich an meine Hauptstadttasche.
Haaa ja, das Buch von Horst Evers – der Klappentext ist ja schon die Krönung:
Im letzten Jahr war ich auch ständig kaputt, bin am liebsten einfach nur so rumgelegen. Weiss auch nicht, war halt so. Gibt so Jahre. Obwohl, manchmal war ich auch nicht kaputt, aber meistens hab ich mich dann einfach trotzdem hingelegt, weil ich dachte ” Ach, wenn de liegst, kommt das Kaputtsein schon von ganz alleine ….!”
Tja, du hast genau meinen Geschmack getroffen … denn das Absurde im Alltag zu finden und darüber zu schreiben ist eine echte Kunst und ich freue mich schon sehr auf diese Kurzgeschichten.
Du hast mir eine große Freude gemacht .. und mit den Söckchen eine Erinnerung geschaffen, die ich nie vergessen werde. Ich danke dir von ♥en!!!
Somit wünsch’ ich all meinen Lesern ein wunderschönes Weihnachtsfest, einen fleißigen Weihnachtsmann, leckeres Essen natürlich und im Allgemeinen eine schöne, besinnliche Zeit zu Weihnachten. Ich und das Mupfelchen verabschieden sich auch, morgen geht er los der von-Weihnachten-bis-Silvester-Reise-und-FrEss-Marathon.
Wir lesen uns im neuen Jahr wieder … und ich wünsche euch allen ein schönes Silvesterfest und einen Guten Rutsch
!! (Nächstes Jahr ist alles anders.)
(Ich sag’s Ihnen, mit hormonell bedingten Stimmungssschwankungen hat man’s aber auch nicht leicht.)


Mitgemacht: